K ö l s c h nicht
nur eine Sprache sondern auch ein Bier
Das Kölsch
Der nachfolgende Artikel von Timur Dosdogru beschreibt detailliert die Entwicklung der Brautradition in Köln, insbesondere mit Blick auf die Bedeutung der Gaffeln für die Entwicklung der Kölner Bierkultur und des Kölner Stadtwesens.
Von der Sorte zur Marke - Einigkeit macht Kölsch?
Rückblick und Zukunftsaussichten
Die Brautradition der Stadt Köln ist bereits für das Jahr 873 nachgewiesen und stellt
damit eine der ältesten urbanen Brautraditionen überhaupt dar. Die Standesvertretung
der Kölner Brauer, das Kölner Brauamt, gab es schon im Jahr 1250. Die Kölner
Brauer-Kooperation entstand 1396, die auch den "Verbundbrief" unterschrieb, mit dem
sich Köln als erste deutsche Stadt eine demokratische Verfassung zulegte. Dabei befreiten
neben den Brauern auch die anderen Handwerksvereinigungen der sogenannten Gaffeln die Stadt
Köln von der herrschenden Obrigkeit in einer friedlichen Revolution. Über 600 Jahre
ist das jetzt her und wurde als Stadtjubiläum "600 Jahre Verbundbrief" im Sommer
1996 in Köln groß gefeiert. Der Grundstein für diese Revolution wurde bereits
1164 gelegt, als der Erzbischof Rainald von Dassel, seines Zeichens Kanzler des Kaisers Barbarossa,
die Gebeine der "Heiligen Drei Könige" von Mailand nach Köln schickte.
Durch diese bedeutende Handlung avancierte Köln nämlich zum ersten Wallfahrtsort
nach der Ewigen Stadt Rom in jener Zeit, was zahllose Pilger, Kaiser wie Kaufleute in großen
Scharen in die künftige Domstadt lockte. Wegen der wachsenden Bedeutung der Stadt nahmen
die Kölner die Kronen der "Heiligen Drei Könige" zu den elf Flammen ihres
Stadtwappens auf, womit sie ein Zeichen für die wachsende wirtschaftliche und kulturelle
Rangfolge Kölns setzten. Mit der dritten Stadterweiterung wurden die Grenzen der Domstadt
neu gesetzt, außerdem wurde die Stadt durch den Bau des bekannten Mauer- und Festungswerkes
von allen Seiten umfassend geschützt. Die Heiligsprechung der Stadt erfolgte durch die
Errichtung mehrerer romanischer Kirchen und natürlich des Domes. Die Macht der Kirche
führte zu blutigen Freiheitskämpfen, die erst im 13. Jahrhundert beendet wurden,
die Erzbischöfe verlegten ihren Sitz schließlich nach Bonn. Bei diesen Auseinandersetzungen
blieb es aber nicht für die geplagten Kölner, bis Mitte des 14. Jahrhunderts regierten
dann die Patrizier die Stadt, was immer wieder Anlass zur Unruhe gab. Um ein politisches Gegengewicht
zu bilden, gründeten die mittelständischen Kaufleute Kölns zusammen mit den
Gemeinschaften der Handwerker, politische Vereinigungen - die sogenannten Gaffeln. Mit ihrer
Hilfe konnte der Nährboden in allabendlichen Tischgesellschaften bei Speis und Trank für
den allgemeinen Unmut geschaffen werden, der die Herrschaft der Patrizier Beiseitefegen sollte.
Tischgesellschaften bildeten Nährboden für sozialen Unmut. Der Begriff "Gaffel"
geht auf diese Zeit der Tischgesellschaften zurück, weil bei diesen Gelegenheiten eine
gleichnamige zweizinkige Gabel bei Tisch verwendet wurde, die Kölner Kaufleute schon im
11. Jahrhundert aus Venedig eingeführt hatten. Zurück zum Bier: Der erste schriftlich
erwähnte Kölner Brauer ist angeblich ein gewisser Henricus Medebruwer im Jahre 1285.
Die Zunft der Kölner Brauer mit der dazugehörenden St.-Peter von Mailand-Bruderschaft,
die das Jahr 1336 der Unterzeichnung des Verbundbriefes auch als das eigene Gründungsjahr
ansieht, ist auch mit einem eigenen Siegel auf dieser Urkunde vertreten. Die St.-Peter von
Mailand-Bruderschaft, die wahrscheinlich schon bedeutend früher entstanden ist, gibt es
übrigens noch heute. Ihre Mitglieder feiern immer noch jährlich das Patronatsfest
am 29. April mit einem Gottesdienst und einem gemeinsamen Essen, wobei natürlich auch
Kölschbier nicht fehlen darf - und das seit 600 Jahren. Der Bruderschaft wird auch das
Zitat "Einigkeit macht Kölsch" zugeschrieben. Bier schmeckte damals noch ganz
anders. Das Bier welches damals gebraut wurde, hatte noch nicht viel mit dem gemeinsam, was
heute getrunken wird. Gewürzt wurde statt mit Hopfen mit einer Kräutermischung und
statt Hefe zuzuführen, verließ man sich auf die natürliche Luftgärung.
Anfang des 15. Jahrhunderts fand der Hopfen dann seinen Weg ins kölsche Braugewerbe. Dann
war es aber für längere Zeit mit den technischen Neuerungen erst einmal vorbei, bis
in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in den mittelalterlichen Mauern der Domstadt
rund 100 Hausbrauereien, die mehrere, meist obergärige Biersorten brauten. Je nach Witterung
und Jahreszeit gab es beispielsweise im Frühjahr "Märzer", im Sommer "Stecken-Alt"
wie auch das untergärige "Kölsche Knupp". 1798 marschierten Revolutionstruppen
in die Stadt ein und brachten neben Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit unter anderem
eine besonders wichtige Neuerung in die Domstadt: die Gewerbefreiheit, die mit einer Aufhebung
des Zunftwesens einherging. Stürmisch für den Handel wurden die Zeiten dann Anfang
des 19. Jahrhunderts, die industrielle Revolution schwelte schon vor sich hin, außerdem
deuteten Erfindungen und Entdeckungen Umwälzungen auch für das Braugewerbe an.
Die Industrielle Revolution und der allgemein einsetzende Gründungsboom riss auch die
Brauer mit, bahnbrechend wirkten sich die Erfindung der Dampfmaschine und der ersten Kühlmaschine
(1873) aus. Durch den stetigen Zuzug von Arbeitskräften infolge schnell wachsender Fabriken
ließ sich auch trefflich immer mehr Bier absetzen, was dazu führte, dass die Industrialisierung
der Brauereien schon bald zu einem Sterben der traditionellen Hausbrauereien führte. Zu
dieser Zeit waren untergärige Biere wie Pilsner, Münchner Helles, Export und Lagerbier
in Mode. Außerdem wurde schon damals die flächendeckende Einführung maschinell
gefertigter Bierflaschen vorangetrieben und ein Pfandsystem eingeführt. Aus Angst vor
Kopien und Panschereien wurde es dann auch üblich, den Firmennamen ins Glas prägen
zu lassen. Das Nachsehen hatten die Hausbrauereien, die ausschließlich vom Fassbierverkauf
lebten, weil die Bierflasche absolut angesagt war. Die kleinen Hausbrauereien brauten zu dieser
Zeit noch den Vorläufer des heutigen Kölsch, das trübe und ungefilterte "Wieß".
Und obwohl die neuen Großbrauereien untergärige Biere wie Pils und Export forcierten
(um die Jahrhundertwende gab es in Köln 15 Großbetriebe und nur noch knapp 60 Hausbrauereien)
ließ sich die obergärige Sorte Kölsch, die mittlerweile auch ihre Trübung
verlor, nicht verdrängen: die Kölner tranken trotz allem auch noch ihr Kölsch.
Ein Ende machte dem erst mal der 2. Weltkrieg, 1946 gab es nur noch ganze zwei Brauereien offiziell
in Köln: Dom und Sünner. Danach ging es aber erst richtig los, die Zahl der Kölschbrauer
schnellte schon bald wieder auf 24 hoch. 1960 wurden in der Rheinmetropole rund 500.000 Hektoliter
Kölsch gebraut, heute sind es etwa drei Millionen Hektoliter, die sich auf folgende Marken
verteilen: Agrippa-, Bartmanns-, Bürger-, Dom-, Früh-, Gaffel-, Ganser-, Garde-,
Germania-, Giesler-, Gilden-, Hellers-, Küppers-, Kurfürsten-, Kurfürsten Maximilian-,
Mühlen-, Lecker!-, Päffgen-, Peters-, Rats-, Reissdorf-, Richmodis-, Römer-,
Schreckenskammer-, Sester-, Severins-, Sion-, Stecken-, Sünner- und Zunft-Kölsch.
Die Brauereien unterzeichneten am 6. März 1986 eine freiwillige Übereinkunft, die
"Kölsch-Konvention". Danach darf diese Bierspezialität (streng nach dem
deutschen Reinheitsgebot von 1516 gebraut) nur in Köln und der näheren Umgebung hergestellt
werden. Dabei handelt es sich um ein obergäriges helles, hochvergorenes, hopfenbetontes,
blankes (klares) Vollbier, für das die sogenannte Stange (das typisch hohe, zylindrische
Bierglas, welches böse Zungen oft als "Reagenzglas" bezeichnen) das einzig gebräuchliche
Kölschglas sein soll. Über die Einhaltung der Konvention wacht ein Ausschuss, in
Streitfragen entscheidet ein Schiedsgericht. Die Weichen für diese Übereinkunft,
die 1985 im Bundesanzeiger veröffentlicht und anderen Verbänden zur Prüfung
vorgelegt und einwandslos angenommen wurde, waren bereits 1963 gestellt worden, als das Landgericht
Köln bereits feststellte, dass Kölsch nicht nur den Biertyp, sondern auch das Herkunftsgebiet
ausweise. Am 29. Januar 1996 wurde die Kölsch-Konvention vom Bundeskartellamt anerkannt.
Wie hopfenbitterernst die Kölsch-Konvention genommen wird, musste bis Anfang diesen Jahres
die Gaffel Brauerei erfahren, die als Kölsch-Marktführer in der Gastronomie gilt.
Sie hatte es "gewagt", ein etwas verändertes Kölschglas, welches unten
schmal ist und oben leicht auseinandergeht (ein Hauch von Tulpenform), insbesondere für
die Gastronomie, anzubieten. Es half alles nichts, nach erbitterten Protesten musste das Glas
wieder vom Markt genommen, die Konvention eingehalten werden.
Was Kölsch so besonders macht, ist primär nicht das Bier an sich, sondern eher die
Verbundenheit der Kölner mit ihrer Stadt und die zentrale Bedeutung der Brauerzunft für
die Kölner Stadtgeschichte.
Es gibt auch nicht den typischen Geschmack des Kölsch. Je nach Marke variiert der Geschmack
stark, und Unterschiede zu im Umland nach dem gleichen Verfahren gebrauten, "nur"
obergärigen Bieren gibt es wenige.
Kölsch wird genau gesehen auch nicht nur in Köln gebraut. Die Braustätten reichen
von Brühl, Bonn (bis 1993) über Leverkusen und Monheim bis nach Wiehl ins Bergische
Land. Diese Brauereien genießen den sogenannten Bestandsschutz, d.h. sie produzierten
und nannten ihr Bier schon lange Kölsch, bevor in den sechziger Jahren die Diskussionen
und die Klagewellen gegen neue Kölschproduzenten begannen. Mittlerweile ist in der Kölsch-Konvention
(" Kölsch-Konvention) aber genauestens festgelegt wer Kölsch brauen darf. Auch
die Bezeichnung des Bieres und sogar die Gläser aus denen es getrunken wird sind festgelegt.
Im Gegensatz zu früher dürfen auch keine zusätzlichen Bezeichnungen wie "Ur-Kölsch"
oder "Echt Kölsch" mehr verwendet werden, Kölsch ist eben ganz einfach
Kölsch.
Aber so ganz einfach Kölsch ist es denn doch nicht. Die Europäische Union verlieh
Kölsch, als einziger Biersorte überhaupt, den Status einer geografisch geschützten
Angabe, d.h. Kölsch befindet sich jetzt auf der gleichen Ebene wie etwa Champagner oder
Cognac.
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Brauereikonzentration auf dem Kölschmarkt
Die Konzentration der Brauereien hat auch vor
dem Kölschmarken nicht halt gemacht. Gerade in den neunziger Jahren sind viele traditionsreiche
Brauereien, wie z.B. die Germania- und die Hubertus-Brauerei, geschlossen worden. Oftmals werden
die Markenrechte dann von den Großen der Zunft aufgekauft, die diese Marken dann in ihren
eigenen Braustätten brauen und vermarkten. Von der Ursprünglichkeit dieser Marken
bleibt dann naturgemäß nicht mehr viel übrig. Oft geht es auch nur um die Übernahme
der Vertragsgaststätten, denen dann oft nahegelegt wird, auf die Vorzugsmarke des neuen
Besitzers umzuschwenken. Dies wird gerade mit Sester praktiziert. Die wenigen noch übriggebliebenen
Vertragsgaststätten von Sester werden massiv in Richtung Sion oder Gilden gedrängt.
Die Traditionsmarke Sester wird es wohl nicht mehr lange geben.
Von den verbliebenen 32 Kölschmarken (Stand 2000) gehören allein 14 Marken zu nur
3 Konzernen.
» Der Kölner Verbund mit den 8 !!! Marken Gilden, Küppers, Sion, Sester, Kürfürsten,
Kurfürsten Maximilian, Römer, Felskrone und Germania.
» Die Familie Becker mit Gaffel und Richmodis.
» Die Dom-Brauerei mit Dom, Rats und Giesler.
Wenn man zusätzlich bedenkt, dass ein Teil der noch existierenden Kölschmarken ausschließlich
in Flaschen für den Getränkehandel produziert wird (Agrippa und Bürger) und
ein weiterer Teil der Marken ausschließlich als Lohnsud in einer der 3 genannten Konzerne
(Agrippa, Bürger, Dom, Schöffen und Schreckenskammer), ist diese Konzentration schon
bedenklich.
Brauhäuser
Brauhäuser und Hausbrauereien haben in Köln
Tradition. Bis Mitte des neunzehnten Jahrhundert gab es ausschließlich diese kleinen
Brauereien die meist obergäriges Bier herstellten. Mit der Erfindung der Dampfmaschine
und insbesondere auch der Kühlmaschine von Linde änderte sich das Bild. Nun wurde
Bier industriell hergestellt, auch das Brauen von untergärigen Bieren im Sommer wurde
möglich. Damit begann der Siegeszug des Pils. In Köln allerdings konnte das untergärige
Bier nie die obergärigen Sorten verdrängen. Im Gegensatz zu den meisten Städten
blieb hier die Kultur der Hausbrauereien zumindest teilweise erhalten, obwohl in letzter Zeit
immer mehr kleine Traditionsbrauereien verschwinden.
Als klassische, kleine Traditionsbrauereien kann man heute noch eigentlich nur noch die Malzmühle,
Päffgen und vielleicht noch die Brauerei Hintermeier aus Frechen (Stecken und Bartmanns
Kölsch) bezeichnen. Daneben gibt es aber auch noch einige Traditionsunternehmen die heute
schon zu den großen im Kölschmarkt zählen, sich aber ihre Eigenständigkeit
erhalten haben. In diese Kategorie passen z.B. Reissdorf, Peters, Sünner und Früh.
Alle Kölschbrauereien haben aber gemeinsam, das sie klassische, d.h. ursprüngliche
Brauhäuser betreiben, in denen es zugeht wie vor 100 Jahren. Hier allerdings zwischen
Touristenfalle und Traditionspflege zu unterscheiden fällt mitunter, besonders für
Nicht-Kölner, nicht immer leicht. Als Anhaltspunkt kann man sagen: je weiter von Altermarkt
und Dom entfernt, desto ursprünglicher, bzw. nicht auf Touristen ausgerichtet sind die
Brauhäuser.
Generell werden in allen Brauhäusern typisch kölsche Gerichte, Tendenz deftig aber
passend zum Bier, serviert. Die bekanntesten Gerichte sind der Halve Hahn (Roggenbrötchen
mit mittelaltem Gouda), der "Kölsche Kaviar" (ein Stück gebratene Flönz
(Blutwurst) mit Zwiebelringen), Rievekooche (Reibekuchen, ursprünglich mit
Apfelmus und Schwarzbrot, neuerdings auch edel mit Lachs) sowie Himmel un Äd
(Himmel und Erde, Blutwurst mit Kartoffelpüree).
In der nachfolgenden Tabelle ist eine Auswahl der mir bekannten Brauhäuser aufgeführt.
Die Bemerkungen sind naturgemäß subjektiv, am besten machen sie sich selbst ein
Bild.
Brauhaus Anschrift Kölsch Anmerkungen
Brauhaus an der Eiche An der Eiche 5
50678 Köln (Südstadt)
Tel.: 0221/32 61 15 Severins Einzige Kneipe in Köln in der Severins Kölsch ausgeschenkt
wird.
Brauhaus Giesler Unter Käster 14-16
50667 Köln (Altstadt)
Tel.: 0221/257 40 43 Giesler Öffnungszeiten: 12-1 h.
Brauhaus Reissdorf Kleiner Griechenmarkt 40
50676 Köln (Innenstadt)
Tel.: 0221/21 92 54 Reissdorf Öffnungszeiten: 16-24 h.
Brauhaus Zur Malzmühle Heumarkt 6
50667 Köln (Altstadt)
Tel.: 0221/21 01 17 Mühlen Öffnungszeiten: 10-24 h, So 11-23 h.
Sehr empfehlenswert, ursprünglich, kultig. Gutes Essen.
Em Hähnche Olpener Str. 873
51109 Köln (Brück)
Tel.: 0221/84 33 34 Dom Öffnungszeiten: 17-24 h, So 11-14 h, außer Dienstag.
Ursprünglich mal ein Päffgen Brauhaus, Schöner Biergarten.
Em Kölsche Boor Eigelstein 12
50668 Köln (Eigelstein)
Tel.: 0221/13 52 27 Gaffel Öffnungszeiten: 10-23.30 h.
Ein Name mit viel Tradition. In den 70er und 80er Jahren ziemlich heruntergekommen, mittlerweile
aber wieder akzeptabel.
Früh am Dom Am Hof 12-14
50667 Köln (Altstadt)
Tel. 258 03 89 Früh Öffnungszeiten: 8-24 h.
In unmittelbarer Nähe zum Dom gelegen ist das Früh am Dom das größte Brauhaus
in Köln. An sich empfehlenswert ist das Früh aber stark von Touristen überlaufen.
Früh em Veedel Chlodwigplatz 28
50678 Köln (Südstadt)
Tel.: 0221/31 44 70 Früh Öffnungszeiten: 11-1 h, Küche 11-24 h, außer
Sonntag.
Gaffel-Haus Alter Markt 20-22
50667 Köln (Altstadt)
Tel.: 0221/257 76 92 Gaffel Öffnungszeiten: 11-1 h.
Gaststätte Lommerzheim Siegesstraße 18
Köln (Deutz) Päffgen Die Kultkneipe schlechthin. Spartanisch-deftiges Ambiente.
Gildenhaus Große Budengasse 10
50667 Köln (Altstadt)
Tel.: 0221/257 59 66 Gilden Öffnungszeiten: 10-3 h, Küche bis 24 h.
Namensgeber des Gilden Kölsch.
Haus Scholzen Venloer Str. 236
50823 Köln (Ehrenfeld)
Tel.: 0221/51 59 19 Gaffel Etwas gehobene Preisklasse. Sehr gutes Essen und als Alternative
zum Kölsch auch ein vielfältiges Angebot an Wein.
Hellers Brauhaus Roonstr. 33
50674 Köln (Kwartier Latäng)
Tel.: 0221/240 18 81 Hellers Öffnungszeiten: 18-1 h.
Touristen findet man hier keine. Eher jüngeres Publikum.
Höhns Dombrauerei-Ausschank Goltsteinstr. 83/Ecke Tacitusstr.
50968 Köln (Bayenthal)
Tel.: 0221/348 12 93 Dom Öffnungszeiten: 11-1 h.
Hüchelner Brauhaus Aegidiusstr. 56
50226 Frechen
Tel.: 02234/5 22 48 Stecken / Bartmanns Landgasthaus in Frechen mit angeschlossener Hausbrauerei
und Biergarten. Nur hier gibt es Stecken und Bartmanns Kölsch.
Küppers Brauhaus Alteburger Str. 157
50968 Köln (Bayenthal)
Tel.: 0221/934 78 10
www.kueppers brauhaus.de Küppers Öffnungszeiten: 11-1 h, Küche bis 22.30 h
Besonders im Sommer wegen des großen Biergarten sehr empfehlenswert. Sonntags oft Frühschoppen
mit Jazz und anderen Musik-Events.
Lapidarium Eigelstein 118
50668 Köln (Eigelstein)
Tel.: 0221/13 81 80 Gaffel Gemütliche Kneipe, junges Publikum (keine Touristen).
Päffgen Brauhaus Friesenstr. 64-66
50670 Köln (Innenstadt)
Tel.: 0221/13 54 61 Päffgen Öffnungszeiten: 10-24 h, Küche 11-23 h
Das empfehlenswerteste der Päffgen Brauhäuser.
Päffgen in der Altstadt Heumarkt 62
50667 Köln (Altstadt)
Tel.: 0221/257 77 65 Päffgen Öffnungszeiten: 12-1 h, außer Montag.
Nicht das gelbe vom Ei. Es geht ums Geschäft, der Köbes spricht kaum
Deutsch, geschweige denn Kölsch. Und es wird sogar an den Gläsern gespart, man muss
das Kölsch aus Billig-Stangen ohne Brauereiaufdruck trinken. Und das bei einer der letzten
wirklichen Hausbrauereien Kölns! Schade, schade.
Peters Brauhaus Mühlengasse 1
50667 Köln (Altstadt)
Tel.: 0221/257 39 50
www.peters-brauhaus.de Peters Öffnungszeiten: 11-24 h.
Ein klassisches Brauhaus mit allem drum und dran. Wer weis, dass es erst seit wenigen Jahren
existiert wird es kaum glauben.
Reissdorf Braustube Severinstr. 41
50678 Köln (Südstadt)
Tel.: 0221/32 72 47 Reissdorf Direkt an der Brauerei gelegen.
Reissdorf em Unkelbach Luxemburger Str. 260
50937 Köln (Sülz)
Tel.: 0221/41 41 84 Reissdorf Öffnungszeiten: 16-24 h, Sa/So ab 11 h.
Schreckenskammer Ursulagartenstr. 11-15
50668 Köln (Innenstadt)
Tel.: 0221/13 25 81 Schreckens kammer Öffnungszeiten: 11-13.45 h, 16.30-22.30 h, So ab
13.45 h, außer Samstag.
Erschrecken muss man sich hier nicht, im Gegenteil gibt es gutes Essen und ein gemütliches
Ambiente.
Sion Brauhaus Unter Taschenmacher 5
50667 Köln (Altstadt)
Tel.: 0221/257 85 40 Sion Öffnungszeiten: 10-0.30 h, Küche 11.30-23.30 h.
Stadtgarten Venloer Str. 40
50672 Köln (Belgisches Viertel)
Tel.: 0221/95299421 Gilden Schöner Biergarten, der im Sommer überwiegend junges Publikum
anzieht. Oft Kulturveranstaltungen und Konzerte.
Sünner Brauereibiergarten Kalker Hauptstr. 260
51103 Köln (Kalk) Sünner Direkt am sehenswerten Ziegelsteinbau der Brauerei gelegen.
Sünner im Walfisch Salzgasse 13
50676 Köln (Altstadt)
Tel.: 0221/257 78 79 Sünner Öffnungszeiten: 11-24 h.
Sehr schönes, historisches Brauhaus (die Historie ist aber nicht von Sünner). Gutes
Essen.
Weissbräu zu Köln Am Weidenbach 24/Pantaleonswall
50676 Köln (Innenstadt)
Tel.: 0221/23 18 23 Lecker! Öffnungszeiten: Täglich von 11-1 h, Küche von 11-23
h, Sonntags Brunch von 11-15 h.
Von den Gasträumen aus kann man direkt in die Brauerei gucken.
Statistik zum Bier allgemein
Stand 1999 gab es in Deutschland 1277 Braustätten
mit einem Gesamtausstoß von sage und schreibe 112.800.000 hl Bier. Um damit fertig zu
werden, musste jeder Bundesbürger (vom Säugling bis zum Greis) im Durchschnitt 127,5
Liter Bier pro Jahr trinken.
Der Gesamtumsatz aller deutschen Brauereien betrug 18,5 Mrd. DM und mit 1,651 Mrd. DM Biersteueraufkommen
trug diese Zunft immerhin 0,4% zum Gesamtsteueraufkommen Deutschlands bei.
Die meisten Brauereien, nämlich 683, gibt es in Bayern. Nordrhein Westfalen liegt mit
115 Brauereien noch hinter Baden Würtemberg auf Platz 3. Bezüglich der Produktion
liegt Nordrhein Westfalen mit 29.263.000 hl aber an der Spitze. An zweiter Stelle folgt Bayern
mit 23.500.000 hl. Hier wird die grundsätzlich verschiedene Brauereistruktur zwischen
Bayern und Nordrhein Westfalen deutlich. In Bayern dominieren die zahlreichen kleinen Brauereien
während in Nordrhein Westfalen (besonders in Dortmund) die Braugiganten präsent sind.
Bezüglich der Sorten ist Pils mit einem Marktanteil von 67,8% unangefochten die Nummer
eins. Kölsch kommt auf einen Marktanteil von 2,1%, Alt hält 3,0%.
Europaweit gesehen zeigt sich die Vormachtstellung Deutschlands auf dem Brauereisektor. Den
1277 deutschen Braustätten (112.800.000 hl gesamt, 87.060 hl je Braustätte) stehen
z.B. in Frankreich gerade mal 20 !!! Braustätten (19.807.000 hl gesamt, 990.350 hl je
Braustätte) gegenüber. Nummer 2 in Europa ist mit deutlichem Abstand Großbritannien
mit zwar nur 84 Braustätten aber einem Ausstoß von immerhin 56.652.000 hl (674.473
hl je Braustätte).
Deutschland stellt somit gut drei Viertel aller europäischen Braustätten (EU-Gesamt:
1686) und produziert mehr als ein Drittel des EU-Bieres (Ausstoß EU-Gesamt: 309.413.000
hl).
Quellen
» www.brauer-bund.de (Deutscher Brauer-Bund)
Quelle = www.koelsch-net.de

Der Köbes

.
"Der Köbes versteht sich nicht als "Dienstleiter"; er ist eine Respektperson,
ein autonom handelndes Subjekt, stets dem Bier verpflichtet und nie dem Gast. (...) Der Köbes
hat als jemand zu gelten, der in erster Linie das Bier liebt und sich daher gern in seiner
Nähe aufhält; allein sein inneres Bedürfnis, diese Liebe mit anderen zu teilen,
bewirkt, daß er zu einem an den Tisch tritt und ein leergetrunkenes Glas durch ein volles
ersetzt. Er tut dies ganz selbstverständlich ohne Ihre Aufforderung oder Zustimmung, stören
Sie ihn nicht dabei. Stehen Sie ihm nicht im Weg. Widersprechen Sie ihm nicht. Kommen Sie nicht
auf die Idee, statt Kölsch lieber Kaffe trinken zu wollen. Nicht necken; nicht füttern.
Hinsetzen und austrinken."
Sollten Sie tatsächlich genug vom leckeren Päffgen-Kölsch haben, versuchen Sie
mal einen Bierdeckel auf Ihrem Glas zu plazieren. Dieses Zeichen akzeptiert so gut wie jeder
Köbes, und wenn nicht, siehe oben.
*von Dirk Scheuring, in MERIAN Köln, Januar 1994
.
Kölsche Speisekarte
.
dat wichtigste zu aller irsch....nenne nie einen Köbes "Kellner".Dadrup steijt
he in Kölle zawr nitt die Todesstrafe, ävver man kritt uch im Lävve keij Kölsch,
jeschweijge jet ze müffele (essen).Also haldet üch dadran.
Kölsche Fooderkaat (für janz vürnehme Lück och Speisekarte jenannt):
Halve Hahn is keijne Flattermann mit dausend Flochstunde, dat is he e Röggelche (Roggenbrötchen)
met ahlem Holländer Kies (altem Holländer Käse)...also keijn "Hähnche"
Kölsch´Kaviar is durchaus bezahlbar, et is nämlich eijne unsrer Natioanlspeisen.Hierbeih
häste dann e lecker Stückche Blootwoosch (Blutwurst), e Röggelche, jett Öllich
(Zwiebelringe), Mostard (Senf)un jett Botter om Teller....d´r Himmel op d´r Ääd
Himmel un Ääd is esu wie et sich nennt.He krisste eneen Teller voll met frischjemaatem
Püree, dadrop heijße Schive (Scheiben) Blootwoosch (Blutwurst) un anjebratenen Öllichstückcher
(Zwiebeln)
Härringsstip noh Rheinischer Art is jett janz leckers us Neptuns Reich: esu nennt man
Härringsfilets (Hering) in enner wunderbar sößen Sahnezaus (Sauce) met Öllichringe
(Zwiebeln)..dazu nemmt dr Kölsche e Schiv Schwatzbruut (eine Scheibe Schwarzbrot) un jett
Botter...noch leckerer als dat is nur noch e Bützche vun enem kölschen Mädche
Kölsche Appeltaart nennt mr die süßeste Versuchung zweschen dr Domtürme;
et is de leckerste Dessert op kölsche Fooderkaate. Hierbeij handelt es sich ömfrischejemaate
Appelkoche (Apfelkuchen), noch heijß, dat mr sich de Knöchelche drane verbrennt,
ovvendrup e Klätsch (Schlag) söße Sahne...jett besseres jitt et eijnfach nitt
Bergische Waffeln sinn enne Jeheimtipp, nitt nur in Bensberg ze hann...och he in uns Kölle:
he kriste frischjemaate, heijße Waffeln met vill, vill sößer Sahne drup un
dodrupp nochens jede Menge heijße, söße Keschte (Kirschen).Wer dat noch nitt
jejesse hätt, weijß nitt, wat lecker is...!!