Jugendjahre in Mettmann und Remscheid
Mettmann Remscheid DPSG Pfadfinderschaft
St. Georg Pfadfinder Katholische-Jugend Gruppe

Die ersten Fotos stammen aus Mettmann

In Mettmann - 1952 -
Die Geschichte der
Pfadfinder
Die Pfadfinderei ist die weltgrößte Jugendbewegung mit ungefähr
15 Millionen Jungen und mehr als 7 Millionen Mädchen in mehr als 110 Ländern. Mit
den sogenannten Altpfadfindern - Erwachsene, die durch das Versprechen ihr Leben lang Pfadfinder
bleiben -, gibt es heute rund 80 Millionen Mitglieder auf der ganzen Welt.
Unter ihnen sind auch viele prominente Persönlichkeiten. Fast alle
amerikanischen Präsidenten unseres Jahrhunderts waren Pfadfinder. Oder Thor Heyerdahl,
der 1947 mit seinem Floß Kon-Tiki die abenteuerliche Reise von Peru zu den ostpolynesischen
Inseln unternahm. Oder der deutsche Physiker Werner Heisenberg, der 1932 den Nobelpreis erhielt.
Zur Bruderschaft der Pfadfinder gehören auch fast alle amerikanischen Astronauten. Neil
Armstrong beispielsweise betrat am 21.Juli 1969 als erster Mensch den Mond - und hatte unter
seinem Weltraumanzug ein Abzeichen des Pfadfinderweltverbandes bei sich. Dieses Abzeichen zeigt
eine von einem geknoteten Seil umschlungene Lilie, weiß auf violettem Grund.
Es gibt Dinge in der Pfadfinderbewegung, die sich trotz Landesgrenzen
und Gegenden nicht voneinander unterschieden.
Dazu gehört die Kluft. Sie besteht aus Hemd, Halstuch, dunkelblauen
Cordhosen, sowie einem blauen Barett bzw. einem Pfadfinderhut. Mit den verschiedenen Farben
des Halstuchs wird die Zugehörigkeit zu der jeweiligen Gruppe gezeigt.
Ein weiteres internationales Erkennungszeichen ist die Pfadililie

und der von Baden-Powell
erdachte Pfadfinderpfiff.
Pfadfinder Gruß
Auf der ganzen Welt geben sich die Pfadfinder die linke Hand (die Hand
des Herzens) und erheben die rechte Hand zum Pfadfindergruß. Die drei erhobenen Finger
sollen an die drei Grundsätze unserer Bewegung erinnern, die da sind :

1. Verpflichtung gegenüber
Gott
Das bedeutet: Festhalten an den geistigen Grundsätzen des eigenden
Glaubensbekenntnisses und Treue zur eigenen Religion mit allen daraus erwachsenden Verpflichtungen.
Gleichzeitig achtet jeder Pfadfinder aber den Glauben anderer!
2. Verpflichtung gegenüber anderen
Das bedeutet: Treue gegenüber dem eigenen Land, Streben nach nationaler
und internationaler friedlicher Zusammenarbeit und Verständigung der Völker.
3. Verpflichtung gegenüber sich selbst
Das bedeutet: Verantwortung für die positive Entwicklung der eigenen
Persönlichkeit.
Der Daumen über dem kleinen Finger bedeuted, daß die Schwachen
den Schutz der Stärkeren erhalten

Der Gründer :
Baden-Powell
Am 22.Februar 1857 kam Robert Stephenson Smyth in London zur Welt. Der Vater, ein anglikanischer
Pfarrer, starb, als Robert drei Jahre alt war. Von der Mutter erzogen entwickelte er früh
ein Gefühl für Ritterlichkeit und Verantwortungsbewußtsein . Während der
Schulzeit nützte er jede freie Minute, um einen verwilderten Park zu durchstreifen, Spuren
der Tiere zu suchen und sich die "Wissenschaft des Waldes" anzueignen. Derlei Kenntnisse
kamen ihm zugute, als er mit Freunden während den Ferien ausgedehnte Reisen unternahm,
zu Fuß oder in einem Boot auf der Themse, ja sogar übers Meer bis nach Norwegen.
Die Jungen kampierten im Freien, orientierten sich nach der Sonne und den Sternen, ernährten
sich von selbstgefangenen Tieren, die sie am Lagerfeuer grillten.
Mit einem mittelmäßigen Abschlußzeugnis bewarb sich um einen Ausbildungsplatz
als Offizier der britischen Armee und legte das Aufnahmeexamen mit Glanz ab. Daraufhin wurde
er sofort zum Unterleutnant befördert Als er mit dem 13. Husarenregiment in Indien war,
vergnügte er sich oft in der freien Natur. Dort lag er regungslos im Dschungel und beobachtete
die wilden Tiere, wie sie zur Tränke zogen. Bei seinen Kameraden war er sehr beliebt.
Vor allen Dingen zeigte sich seine Begabung, die gelangweilten Militärs zu unterhalten:
er sang im Offizierskasino, arrangierte Theateraufführungen, schrieb die Stücke und
die Lieder selbst und brachte so Leben in die Bude. Seine Talente kamen auch den Vorgesetzten
zu Ohren. Sie waren von Baden- Powell begeistert: ein Mann wie er, der es einerseits verstand,
andere Soldaten bei Laune zu halten und von Langweile zu befreien - der andererseits die Wildnis
wie seine Hosentasche kannte und die Geheimnisse der Natur zu entschlüsseln imstande war,
bot sich für besondere Führungsaufgaben geradezu an.
Die Armeeleitung übertrug ihm daher die Ausbildung der Scouts, der Pfadfinder, die nicht
im offenen Kampf eingesetzt wurden, sondern das gegnerische Lager auskundschaften mußten,
mit List und Lautlosigkeit nach Art nordamerikanischer Indianer und Trapper. Bei der Ausbildung
dieser Scouts hielt sich Baden-Powell nicht an herkömliche Methoden, er legte keinen Wert
auf Drill, sondern versuchte seine Schützlinge für ihre Aufgabe zu begeistern, indem
er ihnen Sinn und Zweck ihrer Tätigkeit erklärte oder ihnen spielerisch beibrachte,
was sie wissen mußten. Baden-Powell gab keine strikten Anordnungen, sondern nur Tips
und Anregungen, die seine Leute befähigten, an der Lösung eines Problems mitzuarbeiten,
selbständig zu denken und in eigener Verantwortlichkeit zu handeln. Er hielt keine langen
Vorträge über eigene Erfahrungen, er steuerte seine Schützlinge so, daß
sie aus eigenen Erfahrungen lernten. - "Learning by doing" nannte er dieses System:
"Lernen durch Tun".
In Südafrika lernte Baden-Powell von befreundeten Eingeborenen ihre besondere, selbst
ihm zum Teil noch unbekannte Methode der Jagd, des Spurenlesens, der Orientierung, der Urwaldmedizin
und ähnlicher Waldläuferkünste. Diese faßte er in seinem Buch "Aids
for Scouting" (wörtlich: "Hilfen zum Pfadfinden") zusammen. Er schickte
das Manuskript nach England an einen Verleger. Als Baden-Powell 1901 nach England zurückgekehrte
schlug ihm schon bei seiner Ankunft in der Heimat eine Welle der Begeisterung entgegen. Sein
Buch "Aids for Scouting" war ein Jugendbuch-Bestseller geworden! Das aber schien
Baden-Powell sehr bedenklich zu sein, denn "Aids for Scouting" war ein militärisches
Buch, eine Lektüre für den dienstlichen Gebrauch von Offizieren und Soldaten. Es
gab nur eine Möglichkeit: Baden-Powell beschloß ein zweites Scouting-Buch zu schreiben,
eines für die Jugend. Bevor er zur Feder griff, um das Buch endlich zu schreiben, wollte
er persönliche Erfahrungen sammeln.
Zu diesem Zweck trommelte er im Jahre 1907 insgesamt 22 Jungen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten
zusammen. Mit diesen zweiundzwanzig Jungen ruderte er vom Hafen der englischen Stadt Poole
hinüber auf Brownsea Island, eine kleine, zur Grafschaft Dorset gehörende Insel.
Dort schlug er seine Zelte auf. Wenn man liest, was Baden-Powell über das Lager auf Brownsea
Island später schrieb, stellt man fest, daß es sich in nichts von den Pfadfinderlagern
unserer heutigen Zeit unterschied. Er hatte nun seine eigentliche Berufung erkannt und wollte
von der kriegerischen Tätigkeit eines Offiziers nichts mehr wissen. Es gelang ihm auch,
König Eduard VII. von dem Sinn der Pfadfinderei zu überzeugen. Und schließlich
stimmte der König zu, daß Baden-Powell auf eigenen Wunsch pensioniert wurde, um
sich ganz seiner neuen Aufgabe widmen zu können. Der General wurde Jugendführer.
Überall wurden nun Pfadfindergruppen gegründet und Baden-Powell unterstützte
sie bei seinen Reisen durch England." Ritterlichkeit und Treue zu Gott - diese beide Tugenden
für Pfadfinder fand Baden-Powell in einer legendären Gestalt vereint: im Ritter St.Georg,
den er 1909 offiziell zum Schutzpatron der Pfadfinder erklärte, "weil er unter den
Heiligen der einzige Ritter war." Im selben Jahr gab es noch eine ganze Reihe pfadfinderischer
Aktivitäten:
Baden-Powell hielt zwei Lager und ein Pfadfindertreffen im Londoner Kristallpalast mit 11000
Teilnehmern ab. Dort sah er unter den vielen Boy Scouts plötzlich eine Schar von Mädchen,
die ebenfalls die Pfadfindertracht trugen. Sie kamen auf ihn zu und sagten: "Wir sind
Girl Scouts, Mister Baden-Powell." Der General war begeistert. Im Jahre 1912 lernte Baden-Powell
die damals 22 jährige Olave St.Clair kennen, die er kurz darauf heiratete. Aus der Ehe
gingen drei Kinder hervor. Als er 72 Jahre alt war adelte ihn der König zum Lord. Fortan
hieß er: Lord Baden-Powell of Gilwell. Wenige Jahre später zog er sich zurück
in sein Haus, das er nahe der Wildnis gebaut hatte, unweit von Nyeri, einer kleinen Stadt im
ostafrikanischen Kenia.
Am 8.Januar 1941, schloß er dort für immer seine Augen. Jungen und Mädchen
standen in ihrer Pfadfindertracht auf dem Friedhof von Nyeri, sechs Scoutmaster trugen den
Sarg. Britische Offiziere salutierten. Dem letzten Wunsch des Verstorbenen entsprechend, wurden
keine großen Reden gehalten, nur ein Trompeter blies den Pfadfinderpfiff.
Auf Baden-Powell Grabstein befindet sich ein Kreis mit einem Punkt darin. Es ist eines der
internationalen, nur Pfadfindern bekannten Wegzeichen, mit denen sich die Mitglieder der Bruderschaft
über alle Sprachbarrieren hinweg verschlüsselte Nachrichten geben können. Es
bedeutet : Habe meine Arbeit getan, bin nach Hause gegangen.
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1949 |
Neviges Wasserburg |
1952 |
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DJH Langenberg |
DJH Ratingen |
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St.Blasien |
im Schwarzwald |
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