Karneval
Mit der Melodie "Mer losse d´r Dom en Kölle"

Geschichte und Ursprung des Karneval


Obwohl Karneval ein Teil des römisch-katholischen Kirchenjahres ist, geht er auf heidnische Ursprünge zurück. Die heidnischen Vorläufer des Karnevals sind die Frühlingsfeste der alten Germanen, die das Ende des langen, oft sehr harten Winters feierten. Die Menschen dieser Zeit verbanden den Winter mit Dämonen und bösen Geistern, die sie symbolisch mit furchterregenden Masken und viel Lärm vertreiben wollten. Damals hatten die Jahreszeiten, bzw. deren Wechsel, eine sehr viel größere Bedeutung für die Menschen als heute, da ihr Lebensunterhalt (Ernte, Vieh) wesentlich vom Wetter abhing.
Die heidnischen Frühlingsfeste und deren Gebräuche wurden später von der Kirche umgedeutet und in die Reihe christlicher Feste aufgenommen. Karneval wurde die Zeit des fröhlichen, unbeschwerten Feierns bevor die asketische Fastenzeit beginnt.
Den Karneval im heutigen Sinne kann man bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Anhand der Berichte, die zu dieser Zeit über den Karneval geschrieben wurden, zeigt sich, dass sich dessen Grundelemente wie Verkleiden, Tanzen und Feiern schon fest etabliert hatten. Im Spätmittelalter wurde Karneval in allen Regionen und gesellschaftlichen Schichten in Deutschland gefeiert. Im Zuge der Reformation änderte sich dies jedoch. Martin Luther selbst hatte nicht direkt etwas gegen Karneval einzuwenden, aber er befürwortete das Fest auch nicht. Calvin und Zwingli waren wesentlich puritanischer und gegen jede Art Unterhaltung, die sie für frivol hielten. Je strenger die protestantische Kirche wurde, desto weniger mochte sie ein Fest zulassen, das von Übermut, Spontaneität und Schrankenlosigkeit geprägt war. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde Karneval fast nirgendwo in Deutschland mehr gefeiert. In den katholischen Gebieten Deutschlands wurde das Fest später wieder aufgenommen, während es in protestantischen Teilen weitgehend unbeachtet blieb.


Anfang des 19. Jahrhunderts wurde in Köln eine Veränderung im Ablauf der Karnevalsfeiern eingeführt. Das ungestüme und wilde Benehmen der Karnevalisten sollte einen festen Rahmen bekommen. 1823 fand daher der erste Karnevalsumzug in Köln statt. Zahlreiche Karnevalsvereine wurden gegründet und viele Traditionen ins Leben gerufen, die heute noch bestehen. Diese neue 'organisierte' Form des Karnevalfeierns wurde schnell von anderen Städten am Rhein, wie z.B. Koblenz, Düsseldorf, und Mainz übernommen. In dieser Zeit begann man auch in den protestantischen Teilen Deutschlands wieder Karneval zu feiern.

Nach dem 1.Weltkrieg (1914-1918) entschloss man sich in den Regionen im Südwesten Deutschlands (Baden und Württemberg), Karneval nicht mehr nach rheinischem Vorbild zu feiern, sondern seine eigenen Traditionen wieder aufzunehmen. In anderen Teilen Süddeutschlands, wo sich der rheinische Karneval nie durchgesetzt hatte, waren lokale Karnevalsbräuche erhalten geblieben und weiterentwickelt worden. Unter dem Einfluss des italienischen Karnevals hatte sich in München der städtische Karneval mit einer künstlerischen und eleganteren Art von Karneval verbunden.

Zu Zeiten politischer Unterdrückung war der Karneval mitunter die einzige Zeit, in der es möglich war, an den Mächtigen Kritik zu üben, ohne sofort dafür bestraft zu werden. Da es im Karneval üblich ist, gegen Konventionen und Regeln zu verstoßen, war es schwierig jemandem nachzuweisen, dass etwas, das er gesagt oder getan hatte, nicht nur ein

Karnevalsspaß gewesen war. Für den Machthaber war es außerdem fast unmöglich, jemanden für etwas zu bestrafen, das sich während des Karnvals ereignet hatte, ohne den Eindruck eines humorlosen Tyranns zu hinterlassen, was seine vermutlich ohnehin schon prekäre Situation nur noch verschlechtert hätte. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Deutschland Bestrebungen, das politische System zu liberalisieren und zu demokratisieren, die aber weitgehend unterbunden wurden. Im Revolutionsjahr 1848 sah man in Mainz den Karneval als eine günstige Gelegenheit, um Kritik an der politischen Situation zu üben. Gegenüber dem Denkmal von Johann Gutenberg, dem Erfinder des Buchdrucks, errichteten die Mainzer ein Denkmal für die Zensur. Dieses wurde dann unter großem Jubel öffentlich verbrannt.


Karneval in Köln

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Festkomitee Kölner Karneval mit News und Terminen


Alle Versuche, dieses Phänomen beschreiben zu wollen, müssen unzulänglich bleiben. Karneval in Köln - das ist eine Volksbewegung, ein Zustand, ein Fieber, in dem sich die ganze Stadt befindet. In der "Fünften Jahreszeit" , die am 06.Januar beginnt und am Aschermittwoch endet, sind die Kölner mit ihrem Frohsinn und mit Freude am Leben einfach noch eine ganze Portion Kölschen. 150 Karnevals Gesellschaften wie die Vereine und Clubs feiern in närrischen Sitzungen und Bällen kostümiert oder in großer Abendrobe.

Warum die Karnevals - Session nie gleich lang ist.

Karneval hat feste Bezugspunkte. Diese finden sich in der katholischen Kirche. Der eigentliche Sitzungskarneval beginnt streng genommen mit dem Dreikönigstag am 06. Januar. Und "Fastnacht" (die Nacht vor Fastenbeginn) endet immer 40 Tage vor Ostern. Und Ostern wiederum ist immer am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond. Darauf haben sich alle Christen irgendwann mal geeinigt. Dieser Frühjahrsmond kann aber - je nach Mond-Phase - auf ganz unterschiedliche Termine fallen.
"So sind sowohl Aschermittwoch als auch Ostern nie an einem bestimmten Tag, sondern variabel". Fest steht nur: Ostern ist immer in der Zeit zwischen dem 22. März und dem 25. April - und sechs Wochen vorher endet die Session. So ist 2005 die Session drei Tage kürzer als 2002 und um weitere drei Tage kürzer 2008. Dann ist Aschermittwoch schon am 06. Februar.

Warum gibt es in Köln ein männliches
Karneval - Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau?


Der "Kölner Bauer" ist eine traditionelle Symbolfigur der Kölner Geschichte. 1422 kommt er in einem Reimgedicht vor, um 1450 personifiziert er Köln als Mitglied des "Reichsbauernstandes" was vielleicht aus Colonia = Colonus = Kolonisator = Bebauer = Bauer = Erbauer hergeleitet ist. Mit seinem Dreschflegel ist er Schildhalter des Reischswappesns, später des Stadt-Wappens. Um 1580 tritt neben den Bauer die "Kölner Jungfrau", wohl als Sinnbild der unversehrten und freien Stadt Köln. Köln war stolz darauf, aus eigenem Willen nur dem Kaiser getreue, aber gleichwohl von ihm freie Reichsstadt zu sein. Ein Wahlspruch für den Bauern hieß:
"Halt faß am Rich, do kölsche Boor - un mag et falle söß of soor".
Vom ersten Rosenmontagszug 1823 an gehören Bauer und Jungfrau zur karnevalistischen Kulisse: von der Mitte des vorigen Jahrhundert ab als ständige Begleiter des "Prinzen Karneval" ( Dreigestirn) Die Darstellung der Kölner Jungfrau im Karneval war von Anfang an eine Männerrolle; nur zwei mal, 1938 und 1939 wurde sie von Frauen verkörpert.



Zur KG Alt Köllen vun 1883 e. V.e. V.


Hier geht es zur Karnevalsgesellschaft

Alt - Köllen vun 1883 e.v.

In diesem Jahr fallen:
Weiberfastnacht auf den 03.02.2005
Rosenmontag auf den 07.02.2005
Aschermittwoch auf den 09.02.2005
Ostern auf den 27.03.2005
Christi Himmelfahrt auf den 05.05.2005
Pfingsten auf den 15.05.2005
Fronleichnam auf den 26.05.2005


In 2006 fallen:
Weiberfastnacht auf den 23.02.2006
Rosenmontag auf den 27.02.2006
Aschermittwoch auf den 01.03.2006
Ostern auf den 16.04.2006
Christi Himmelfahrt auf den 25.05.2006
Pfingsten auf den 04.06.2006
Fronleichnam auf den 15.06.2006

In 2007 fallen:
Weiberfastnacht auf den 15.02.2007
Rosenmontag auf den 19.02.2007
Aschermittwoch auf den 21.02.2007
Ostern auf den 08.04.2007
Christi Himmelfahrt auf den 17.05.2007
Pfingsten auf den 27.05.2007
Fronleichnam auf den 07.06.2007

In 2008 fallen:
Weiberfastnacht auf den 31.01.2008
Rosenmontag auf den 04.02.2008
Aschermittwoch auf den 06.02.2008
Ostern auf den 23.03.2008
Christi Himmelfahrt auf den 01.05.2008
Pfingsten auf den 11.05.2008
Fronleichnam auf den 22.05.2008

In 2009 fallen:
Weiberfastnacht auf den 19.02.2009
Rosenmontag auf den 23.02.2009
Aschermittwoch auf den 25.02.2009
Ostern auf den 12.04.2009
Christi Himmelfahrt auf den 21.05.2009
Pfingsten auf den 31.05.2009
Fronleichnam auf den 11.06.2009

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