Thomas Eder - Ex Clubschiff AIDA Barmanager - Clubschiff-Hotelmanager und Clubschiff-Direktor

Aus und von der Karibik in die Klosterschänke




Quelle: www.donaukurier.de
Scheyern, 20. Februar 2008

Von Tina Bendisch

Scheyern (bti) "Wir können gut miteinander arbeiten - es wird schon etwas Kreatives dabei herauskommen", erklärt Pater Lukas, Cellerar des Klosters: Mit dem 41-jährigen Österreicher Thomas Eder haben die Scheyerer Klosterstub'n, das Bräustüberl und der Hotelbetrieb nun einen neuen Betriebsleiter.
Thomas Eder

Pater Lukas (rechts) und Thomas Eder, neuer Betriebsleiter der Kloster-Gastronomie in Scheyern. -

Foto: Bendisch

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Die Nachricht von der Insolvenz des ehemaligen Pächters (PK berichtete) habe sich in Windeseile in ganz Oberbayern verbreitet, berichtet Pater Lukas, und ebenso schnell seien viele Bewerbungen eingegangen: "Es wurden zahlreiche persönliche Gespräche geführt, wobei wir zunächst noch zweigleisig fuhren, das heißt, dass sowohl eine Verpachtung als auch die Eigenregie durch das Kloster mit einem Betriebsleiter in Frage kamen".
Die Entscheidung für die zweite Lösung sei schließlich ein guter Schritt gewesen, meint der Cellerar: "Wir stehen hinter unserer Gastronomie, die auch eine Visitenkarte des Klosters bildet, und die Verbindung wird damit gut dokumentiert".
Zur Vorstellung des neuen Betriebsleiters steuert Pater Lukas schmunzelnd ein "aus der Karibik in die Klosterschänke" bei: Der gelernte Hotelfachmann Thomas Eder aus der Wiener Neustadt war zwölf Jahre lang als Hotelmanager mit Aida-Clubschiffen auf Kreuzfahrten unterwegs; in den letzten zwei Jahren als Clubdirektor. Eder kennt das Mittelmeer, Asien und "jede kleine Insel in der Karibik"; die neue Aufgabe an Land bezeichnet er als tolle Herausforderung. Dass er seine erfolgreiche Schiffszeit beendete, hat auch persönliche Gründe, denn seine Freundin stammt aus Pfaffenhofen.
War er auf den Clubschiffen für etwa 500 Mitarbeiter zuständig, werden es in seinem neuen Aufgabengebiet etwa 14 sein: Bewährte Mitarbeiter der Gastronomie wurden übernommen, einige Stellen werden neu besetzt, und für Pater Lukas war es besonders wichtig, dass die beiden Auszubildenden ihre Lehre auch unter neuer Regie beenden können. Das Restaurant mit Nebenzimmer bietet rund 200 Personen Platz, ebenfalls 200 Sitzplätze hat der Schyren-Saal, und das Bräustüberl fasst gut 120 Personen. Hinzu kommt der Hotelbetrieb mit zehn Doppelzimmern, der mittelfristig ausgebaut werden soll.


Während die Klosterstub'n derzeit noch geschlossen ist - ab Mitte März ist der komplette Betrieb wieder voll im Einsatz - kann man im Bräustüberl nach wie vor einkehren. Mangels Personal mussten in der Übergangszeit auch Klosterbrüder dort einspringen und Bier ausschenken. Das sei bei den Gästen zwar sehr gut angekommen, aber auf Dauer nicht so vorgesehen, meint Pater Lukas: "Schließlich hat jeder im Kloster und Schulbetrieb seine Aufgabe, die ihn ausfüllt". Der große Biergarten und vor allem das Bräustüberl hätten ihm auf Anhieb besonders gut gefallen, berichtet Thomas Eder: "Typisch österreichisch, wie beim Heurigen. . ." Pater Lukas korrigiert: "Typisch bayrisch." Der neue Betriebsleiter möchte nicht nur im Hintergrund im Büro wirken - "Das ist nicht mein Ding" - sondern sich auch in den Service mit einschalten: "Ich brauche den Kontakt zu den Gästen und freue mich auf die Schönwetterzeit mit dem Biergartenbetrieb". Es müsse ja nicht alles anders werden; vielmehr wolle man auf dem Bewährten aufbauen, erklärt der Cellerar. Dennoch ist man offen für neue Ideen und möchte den Veranstaltungs- und Tagungsbereich erweitern. Geplant sind unter anderem Sonntagsbrunch und kulinarische Themenabende sowie Koch- und Barista-Kurse (Wie bereitet man den perfekten Cappuccino zu). Ein österreichisches Buffet mit Marillenknödeln und Kaiserschmarrn sowie Schnitzelspezialitäten hat Thomas Eder im Visier, und Pater Lukas ist sicher, mit ihm einen "jungen, innovativen Betriebsleiter mit Sinn für Neues, aber auch für Kontinuität" gefunden zu haben. Das Kloster Scheyern sei ein gewisses Zentrum in der Region und müsse daher auch gastronomisch gut aufgestellt sein, führt der Cellerar weiter aus und stellt klar, wo die Messlatte liegt: "Wie heißt es so schön? Mit Fremden, sprich den Besuchern von außerhalb, kann man gut Geschäfte machen, aber die einheimischen Gäste sind für uns besonders wichtig".
Von Tina Bendisch

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www.klosterbrauerei-scheyern.de/speis_und_trank.html

Klosterstub'n Scheyern
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