WEB-GPS.DE - Der BesucherlocatorWEB-GPS.DE - Der BesucherlocatorEin paar tage in Domburg im - Juni 2002 -

Domburg an der Nordsee in den Niederlanden

Domburg ist der älteste Badeort von Zeeland, gleichzeitig
malerisch und ruhig, aber auch ein renommierter Kurort für Elite und
Künstler. In 1984 feierte Domburg sein 150-jähriges Bestehen als
Badeort. Aber die Geschichte erzählt, dass Domburg schon weit vor
1834 als sehr anziehend galt.Die Geschichte Domburgs geht aber
noch weiter zurück, denn 1223 bekam es Stadtrechte. Vom 15. bis
Mitte 16. Jahrhundert lebten die Einwohner vom Heringfang., von
Landwirtschaft, Viehzucht und Jagd. Die ersten Touristen, vor allem
Tagestouristen aus Middelburg, erschienen bereits im 17.
Jahrhundert. 1834 kam der Tourismus richtig in Gang, schon 1860
wurde Domburg zu klein um alle seine Besucher zu beherbergen. Oft
waren schon vor der Sommersaison alle verfügbaren
Aufenthaltsmöglichkeiten ausgebucht. Das erste Strandpavillon wurde
1837 gebaut.


In der Mitte von `t Groentje steht eine bronzene Statue von
Johann George Mezger, die im September 1920 von "seinen dankbaren
Patienten und Verehrern" enthüllt wurde. Domburg verdankt seinen
Ruhm als Badeort bestimmt auch ihm. Dieser Arzt führte am Ende des
19. Jahrhunderts die erste physiotherapeutische Behandlung aus. Das
er in seinem Fach gut war beweist der Ruf, den er in den fürstlichen
und adligen Kreisen in Europa hatte. Auch durch sein Zutun wurde
1870 der kranke Prinz Willem, Sohn von König Willem III, geheilt.
Mezger bekam dann auch nicht umsonst den Beinamen "Vorstenwrijver "
(Reiber des Fürsten). Dr.Mezger ließ in Domburg die Villa Irma
bauen, hier empfing er viele seiner fürstlichen und adligen
Patienten. Die Gäste selber wohnten hauptsächlich im Badhotel, im
Schuttershof oder im Hotel de l `Europe

...

Die Geschichte des Badhotel Domburg in kurzen Zügen

1833
Zwei Damen aus Middelburg baden zum ersten Mal in der Nordsee
in Scheveningen und fassen den Vorsatz, dies auch in Domburg zu ermöglichen.
Und so geschah es im Jahre 1834.

1837
Errichtung des ersten Badepavillons, einer Art Kaffee- und Badehaus
in den Dünen. Die erste Entwurfsskizze des Badhotels.

1866
Die erste Saison des von A. de Landmeter erbauten, 'alten' Badhotels.
De Landmeter war ein Zimmermann aus Middelburg.
Das Hotel wird am 28. Juni eröffnet und bietet seinen Gästen auch warme
und kalte Meerwasserbäder an. Die ersten Jahre des Hotels verlaufen mühsam,
was u.a. auch auf die schlechte Erreichbarkeit des Hotels zurückzuführen war.

1872
Der Bau einer Eisenbahnlinie bis nach Middelburg und Vlissingen.
Damit wird auch Domburg erschlossen.

1887
Johann Georg Mezger hält sich im Sommer in Domburg und im Winter in Paris auf.
Mezger war ein Arzt, der später wegen seiner 'Goldenen Daumen' bekannt
werden sollte. Er war ein für jene Zeit fortschrittlicher Arzt, den wir
heutzutage als Physiotherapeuten bezeichnen würden.
Mit der Ankunft Mezgers kamen auch die Reichen Europas nach Domburg,
um sich von Mezger behandeln zu lassen. Die Gäste, die sich manchmal
längere Zeit in Domburg aufhielten, stammten hauptsächlich aus den
Niederlanden und Deutschland. Unter ihnen befand sich auch Elisabeth
von Wied - sie schrieb unter dem Pseudonym Carmen Sylva - die spätere Königin Rumäniens.

1889
Die erste Erweiterung des Badhotels unter der Leitung des neuen Eigentümers H.A. de Boer.

1893
Ein neuer Speisesaal und der Anbau von 9 weiteren Hotelzimmern verleihen
dem Badhotel einen neuen Anblick und sorgen dafür, dass es eine
ausgezeichnete Saison erlebt.

1907
Vreeburg, der Eigentümer der letzten Jahre, verkauft das Badhotel
und sein Strandhotel an die Herren E.W. Hendrikse und P.W.M. Hoegen in Middelburg.
Der Sohn von Herrn Hoegen ist bis zum Jahre 1978 mit dem Werdegang
des alten Badhotels verbunden.

Um die Jahrhundertwende besuchen zahlreiche Mitglieder des europäischen
Adels Domburg, um Doktor Mezger zu konsultieren. Im Gefolge des Adels
kommen auch Künstler (u.a. Jan Toorop, Pieter Mondriaan) und Neureiche
nach Domburg. Es sind die glorreichen Jahre des Badhotels. Die meisten
Gäste bringen ihr Personal mit und verweilen wochenlang in dem stattlichen Hotel.

Zwischen den beiden Weltkriegen ging das Leben in Domburg zwar weiter,
aber die Saison erreichte nie mehr einen solchen Höhepunkt wie vor dem Ersten Weltkrieg.

1948
Der Tourismus lebt wieder auf und in Domburg werden bereits wieder 3271 Gäste gezählt.

1965
Die Zimmer des Badhotels werden modernisiert und das Gebäude wird teilweise
mit Zentralheizung ausgestattet. Doch zeigt sich, dass dies nicht genügt,
um die Gäste des Badhotels zu binden. Aus diesem Grunde beschließt man,
über einen Neubau oder eine Renovierung nachzudenken. Viele Pläne folgen,
aber leider kann oder darf kein einziger ausgeführt werden.

1978
Am 3. September schließt das Hotel endgültig seine Türen und nicht, wie üblich,
nur für die Wintermonate. Am 7. September wird das gesamte Inventar versteigert.

1992
In der Nacht von Samstag, den 4. April wird das alte, heruntergekommene
Badhotel durch einen verheerenden Brand größtenteils zerstört.
Während das Gebäude in Flammen stand, befand sich ein Landstreicher
im Innern und schlief. Zum Glück konnte er das lichterloh brennende
Badhotel unverletzt verlassen, nachdem er durch das Geschrei der
Feuerwehrleute aufgewacht war.
Der Brand soll angeblich dadurch entstanden sein, dass der Landstreicher
wegen der Kälte ein Feuer gemacht habe und, nachdem er eine
Flasche Wein getrunken hatte, eingeschlafen sei.

Die Baugesellschaft R. Coltof aus Zeeland wird das neue Badhotel errichten.

1994
Eröffnung des Badhotels am Samstag, den 18. Juni. M.B.M. Berendsen
ist der erste General Manager nach der Wiedereröffnung im Jahre 1994.
Am 5. Juli 1995 übernimmt die ehemalige Managerin
von Sales & Marketing, M.C.D. de Heer, diese Aufgabe.

1999
In den ersten beiden Januarwochen ist das Hotel wegen größerer
Umbauarbeiten geschlossen. Das Foyer wird umgestaltet und
das Grand Café „Het Atelier“ wird angebaut. Außerdem werden
die heutigen Restaurants umgebaut: „De Brasserie“ und das
Spezialitätenrestaurant „Carmen Sylva“ mit ihrem jeweils eigenen Charakter.
Die Eröffnung dieser Restaurants findet am 8. April statt.

2000
General Manager M.C.D. de Heer und ihr Team sind bestrebt, die alten
Traditionen in Ehren zu halten und heißen Sie herzlich willkommen im Badhotel.

2001
Künftig ist geplant, das Schwimmbad und die Sauna umzubauen und zu verbessern,
um auf diese Weise noch mehr den Wünschen der Gäste des Badhotels entgegenzukommen.

2003
Im Mai werden die Pläne für das „Wellness Center“ in die Tat umgesetzt.
Das Hotel verfügt nun neben dem Schwimmbad auch über eine
umfangreiche Saunalandschaft.


Die Blütezeit von Domburg als Badeort wurde sowohl vom ersten wie
vom zweiten Weltkrieg unterbrochen. Nach dem zweiten Weltkrieg gab
es in Domburg nicht viel mehr als Schutt und schwer beschädigte
Gebäude, vom Salzwasser überspült. Der Wiederaufbau wurde
schnell angefangen, 1948 konnte man schon wieder 3271 Badegäste
zählen. Selbstverständlich fehlten dabei die Deutschen. Aber auch
diese ließen nicht lange auf sich warten. Ab den fünfziger Jahren
sind es vor allem die deutschen Touristen die Domburg bevölkern.</P>
Ein 1867 erschienener Bericht der Abteilung Zeeland der
niederländischen Vereinigung zur Förderung der Heilkunde, mit dem
Titel "Etwas über Domburg und seine Badeeinrichtung", wieder spiegelt
ganz deutlich die damalige Situation: "...das neu errichtete Seebad
Domburg könnte durch die natürliche Lage, Zustand des Wassers,
Salzgehalt des Wassers einerseits unter den besten, und andererseits
durch Pflegeeinrichtungen als empfehlenswert eingestuft
werden". Daran hat sich eigentlich nichts verändert; die
Infrastruktur hat sich angepasst, die Wohngelegenheiten haben sich
verbessert, rustikal ist es immer noch. Ruhig ist vielleicht ein zu
großes Wort, aber Domburg ist immer noch ein Badeort mit Charakter
oder ist Stil vielleicht das bessere Wort?


Die Webcam auf dem Dach des Badhotels ist auf die Nordsee ausgerichtet. Rechts sehen Sie den alten Wasserturm von Domburg.. Alle 10 sec. update
WebCam

Zu Besuch bei Marianne und Kalle

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